Theo-Hespers-Stiftung e.V.

"Die Erneuerung der
Lebensverhältnisse
ist aber nur dann praktisch
durchführbar, wenn ihr eine
neue Gesinnung zu Grunde liegt."
Theo Hespers 1938

05.06.2004 - Symposium / Referat: Schule und Neue Rechte

„Wenn ich jetzt hingeschrieben hätte, was ich denke, hätte ich dafür ja keine Punkte gekriegt!“

Ich gehe in meiner erfahrungsgestützten Darstellung von drei Thesen aus.

  1. Schule hat wenig oder keinen Einfluss, wenn Jugendliche sich bereits der Szene
    zugehörig fühlen.
  2. Schule kann Einfluss nehmen, wenn und solange Jugendliche sich in einer Orientierungsphase befinden.
  3. Einfluss kann Schule ausüben, wenn sie eine „gute“ Schule ist.

Ich greife auf fast zwanzig Jahre Erfahrung in der schulischen Arbeit mit sogenannten benachteiligten Jugendlichen am Weiterbildungskolleg der Stadt Mönchengladbach zurück.

Diese Jugendlichen, die z. Zt. etwa 30% unserer Teilnehmerschaft ausmachen, werden zur Charakterisierung der Gruppe in der Regel mit Defiziten gekennzeichnet:

  • kein oder ein schlechter Schulabschluss
  • kein Zugang zum Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt
  • Drogenkonsum
  • delinquentes Verhalten (BTM-, Eigentums- und Gewaltdelikte)
  • auffälliges Sozialverhalten
  • problematische familiäre Situation

Ich illustriere das an einem Beispiel:

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05.06.2004 - Symposium / Referat: Die Neue Rechte

Auf leisen Sohlen nach rechts außen

Die Neue Rechte: Ideologieschmiede und Brücke des Rechtsextremismus

Bedroht der deutsche Rechtsextremismus die Demokratie? Und wie groß ist die Gefahr? Zieht man allein die Wahlergebnisse einschlägiger Parteien oder die Zahl der Straf- bzw. Gewalttaten heran, entsteht ein verzerrter Eindruck. Schleichende und damit wenig augenfällige Prozesse geraten aus dem Blick.

Schwerer erkennbare Pfade hat insbesondere die Neue Rechte eingeschlagen: Diese intellektuelle Strömung organisiert sich in informellen Zirkeln, häufig im Umfeld von Zeitungen und Zeitschriften wie der Berliner Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF): Sie tritt keineswegs durch Gewalt in Erscheinung, koketiert nicht nationalsozialischer Symbolik und hält keine mediengerechte inszenierten Aufmärsche ab. Vielmehr dient sie dem Rechtsextremismus als Stichwort- und Ideologieschmiede. Sie macht wenig Hehl daraus, dass ihr Ziel weitrechend und langfristig ist: die Meinungsführerschaft in Deutschland, die „kulturelle Hegemonie“. Ihr Aktionsfelde ist weder die Straße noch sind es die Parlamente, sondern die Diskurse, in die die Neue Rechte eingreifen möchte, um einen politischen Klimawechsel vorzubereiten.

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28.06.2003 - Symposium / Referat: Jugendkulturen und Gewalt

Vorklärungen zum Stichwort Jugendkulturen

Jugendkulturen sind ein neuzeitliches, ein modernes Phänomen, das erst im 20. Jahrhundert seine Ausprägungen erfahren hat. Es begann bei der ersten Jugendkultur, dem Wandervogel in Steglitz, und endet in der Gegenwart mit den Variationen des Techno und Rap.

Jugendkulturen repräsentieren in ihrem Handeln und Verhalten einen Überschuss, etwas, was über das an Normen und Werte angepasste Verhalten der Erwachsenen hinausgeht, ein Surplus der Kritik, der Infragestellung, des Widerspruchs oder auch nur der Unangepasstheit, wenn sich dieses Surplus in Aggression und Gewalt manifestiert.

Dieser Überschuss ist die Grundlage für beides, einerseits Kritik, Infragestellung und Widerspruch als Voraussetzung einer Weiterentwicklung der Gesellschaft, andererseits ist es auch die Basis für Aggression, Gewalt und Zerstörung.
Dieser Überschuss, den die Jugendkulturen in der Moderne darstellen, er ist das kreative Potential menschlichen Handelns. Dieser Überschuss ist das, was über die rationale Zwecksetzung und Sinnorientierung des Handelns hinausweist. Der Mensch, allemal der Jugendliche, ist mehr als der rationale Zweck seiner Handlungen.

Jugendkulturen machen damit auf etwas aufmerksam, was grundsätzlich für das menschliche Handeln gilt.

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05.10.1996 - Symposium: Jugendliche Fremdenfeindlichkeit und der neue Rassismus

Die Theo-Hespers-Stiftung e.V. führte zusammen mit der euregio-rhein-maas-nord bei der Stadtwerke Mönchengladbach GmbH am Samstag, dem 5.10.96 unter dem obigen Thema eine ganztägige Veranstaltung durch. Eingeladen waren neben den Mitgliedern der Veranstaltung vor allem Jugendvertreter aus dem Raum der euregio, 58 Interessierte nahmen teil. Das Symposium beinhaltete am Vormittag einen Einführungsteil und das Hauptreferat von Prof. Dr. Breyvogel mit anschließender Aussprache sowie am Nachmittag drei Arbeitskreise mit anschließender Berichterstattung.

Friedhelm Kirchartz, Vorsitzender der Stadtwerke, begrüßte als Gastgeber die Anwesenden und wies auf die Aktualität der Thematik hin.

Danach übernahm Barbara Kaim-Grüneisen von der Rheinischen Post – Mittlerer Niederrhein die Moderation der Tagung.

Im Nachfolgenden sind die Referate und Berichte in Kurzform widergegeben.

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23.02.2010 - Filmvorführung - Mönchengladbach & Rheydt 1945 - 1953 / Filmvorführung

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Die Theo- Hespers- Stiftung e.V. führte am 23.02.2010 ihre Jahreshauptversammlung im Gasthaus St. Vith, Alter Markt in Mönchengladbach durch. Im Anschluss an die Versammlung waren alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, den Dokumentarfilm "Mönchengladbach & Rheydt 1945-1953" in Anwesenheit des Regisseurs Jirka Bükow zu sehen, einen historischen Film über unsere Stadt im ältesten noch erhaltenden Gebäude der Stadt.

Jirka Bükow ist Gewalt-Präventions-Trainer und in dieser Funktion für soziale Einrichtungen und Behörden tätig. Aus seinen mit unter erschreckenden Erfahrungen

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