Theo-Hespers-Stiftung e.V.

"Die Erneuerung der
Lebensverhältnisse
ist aber nur dann praktisch
durchführbar, wenn ihr eine
neue Gesinnung zu Grunde liegt."
Theo Hespers 1938

21.10.2010 - Vorweihnachliche Friedensveranstaltung

als Gegenveranstaltung zur vom NPD-Ratherr angemeldete Veranstaltung zur Wintersonnenwende in Mönchengladbach

artikelfoto211210Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Mönchengladbacher Bündnis: "Aufstehen`! - Für Menschenwürde - Gegen Rechtsextremismus" lud herzlich zur Veranstaltung am Dienstag, 21. Dezember 2010 um 19.00 Uhr auf dem Eickener Marktplatz in Mönchengladbachein. Grund war, dass der Ratsherr und NPD-Vorsitzende Manfred Frenzen für die Germanisch-Mythologische Glaubensgemeinschaft Rheinland eine Veranstaltung angemeldet hatte. Diese fand zeitgleich auf der Krall´schen Wiese statt.

Bei kostenlosem heißen Glühwein und Kakao begrüßte Ferdinand Hoeren mit einer kurzen Ansprache über die Beweggründe der Zusammenkunft alle Anwesenden.

Das feiern der Wintersonnenwende und das Berufen auf die germanische Mythologie sei eine alte Nazi-Tradition sagt Bündnissprecher Ferdinand Hoeren. Damit zeigten die Veranstalter ihre rechte Gesinnung und menschenverachtende Einstellung. Weihnachten sei jedoch ein christliches Fest der Liebe und Toleranz und nicht der Ausgrenzung so Hoeren: "Gegen ihren Antisemitismus, Chauvinismus, Sozialdarwinismus und Ausländerfeindlichkeit setzen wir Freiheit, Frieden, Demokratie und Rechtstaatlichkeit.
Es war erfreulich, dass viele der gut 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bitte folgten und ein Licht mitbrachten – Laterne, Windlicht oder Martinsfackel waren gewünscht da Weihnachten das Lichtfest ist – aber keine Pechfackel, denn das war Nazibrauch.

Manch einer/eine hielt selbst eine Anreise von mehreren Kilometer z.B. aus Düsseldorf nicht von einer Teilnahme ab. Hochachtung für dieses Engagement.

Anschließend, bei guter Stimmung, wurden Friedenslieder und Weihnachtslieder gesungen, die von Gerd Windelen am Akkordeon begleitet wurden. Pfarrer Edmund Erlemann nahm unsere Einladung dankend an und unterstrich mit seiner zwischendurch gehaltenen Rede die Notwendigkeit sich für soziale Gerechtigkeit sowie gegen die Gewalt in unserer Gesellschaft - speziell von Rechts - einzusetzen.

Der ein oder andere wollte sich nur langsam von dieser stimmungsvollen Abendveranstaltung und dem heißen Glühwein in der Hand in Richtung TIG verabschieden. Dort im Theater im Gründerhaus in Eicken trug Robert Peters noch eine Weihnachtsgeschichte von Wolfgang Borchert "Die drei dunklen Könige" vor.

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