Theo-Hespers-Stiftung e.V.

"Die Erneuerung der
Lebensverhältnisse
ist aber nur dann praktisch
durchführbar, wenn ihr eine
neue Gesinnung zu Grunde liegt."
Theo Hespers 1938

Erklärung zum Volkstrauertag

 

Am jedem zweiten Sonntag im November gedenken wir in der Bundesrepublik Deutschland der Opfer beider Weltkriege und des Nationalsozialismus.

hochkreuz hauptfriedhofWir trauern um diese Toten, ein Gedenk des Versprechens, dass wir alles dafür tun wollen, damit so etwas nie wieder geschehen kann.

Wir Mönchengladbacher gedenken am Hochkreuz des Zentralfriedhofes. Und dieser Ort ist der richtige Ort. Denn auf diesem Friedhof liegen gefallene Soldaten, sind die Mönchengladbacher Bombenopfer begraben, haben die Toten Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen ihre letzte Ruhestätte gefunden und befindet sich das Ehrenmal für den Gladbacher Widerstandskämpfer Theo Hespers.

Wir ehren alle Opfer, aber nicht die Täter.

 

Dieses Hochkreuz ist ein Werk der Nationalsozialisten, die hier ihren Heldengedenktag gefeiert haben.

Deshalb ist es an der Zeit, dass wir deutlich machen:

Es ist unser Mahnmal aller Opfer und damit eine Absage an die Täter.

Zur Historie:

Der Volkstrauertag (vorletzter Sonntag vor dem 1. Advent) ist seit 1952 in der BRD nationalerTrauertag zum Gedenken der Opfer beider Weltkriege und des Nationalsozialismus. Er knüpft an den vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge 1925 geschaffenen Gedenktag für die Toten des 1. Weltkrieges an.  Deren Denkmal war in Mönchengladbach der Löwe 1933 errichtet in der Hermann-Pieq-Anlage. 1934 wurde dieser Trauertag von der Nationalsozialistischen Regierung umbenannt in „Heldengedenktag“, dazu zählten dann insbesondere die Toten der Nationalsozialisten in Straßen- und Saalschlachten der Weimarer Zeit sowie die Toten beim Marsch auf die Feldherrenhalle (von der Polizei erschossen).

Das Hochkreuz auf dem städtischen Hauptfriedhof am Ende der Peter-Nonnenmühlen-Allee wurde 1934 aufgestellt. Hergestellt wurde es von der ehemaligen Stahlbaufirma Weller. Heinrich Weller war Nationalsozialist und SS-Mann. Auf der Vorderseite steht  „ FÜR ALLE“ , ein Zugeständnis an den Kreis-Kriegerverband, was die Rückseite beweist. Auf dieser steht

„GEWIDMET.VOM.KREIS.KRIEGERVERBAND.M.GLADBACH.STADT.UND.LAND.1934“.

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Das Kreuz ist eine Verkleinerung des Schlageter-Denkmals auf der Golzheimer Heide in Düsseldorf; es wurde von den Alliierten gesprengt.

 

Stellungnahme des Gladbacher Haus der Erinnerung e.V. zum Beitritt der Stadt Mönchengladbach (Mai 2017) in das Riga-Komitee

Stellungnahme GHE Riga Komitee 180517

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