Theo-Hespers-Stiftung e.V.

"Die Erneuerung der
Lebensverhältnisse
ist aber nur dann praktisch
durchführbar, wenn ihr eine
neue Gesinnung zu Grunde liegt."
Theo Hespers 1938

Gastkommentar zum BGH-Urteil "Schulhof-CD"

Aufmerksam solten wir als LehrerInnen sein, wenn SchülerInnen durch ihre Kleidung, ihre Unterrichtsbeiträge, Sticker und Aufnäher Sympathie für extremistische menschenverachtende Positionen zeigen.

 M.E. muss der erste Schritt immer das persönliche Gespräch mit dem Schüler oder der Schülerin sein. Hinter diesen äußeren Zeichen steht meist ein inneres Bedürfnis. Ein respektvoller Umgang bedeutet hier, auf der Einhaltung der rechtlichen Grenzen zu bestehen und die eigene Werteposition deutlich zu machen. Ich halte nicht viel von Klassendiskussionen, die nach meiner Erfahrung Positionen in einer Angriffs- und Verteidigungsposition eher verhärten. Wenn unsere Schüler die Schule als einen demokratischen von Wertehaltungen getragenen Ort erleben, in dem Lehrer und Schüler sich respektvoll begegnen, ist dies sicher eine gute Voraussetzung für Aufklärung und Abgrenzung.


Reinhold Schiffers, Vorsitzender Stadtverband Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft