Theo-Hespers-Stiftung e.V.

"Die Erneuerung der
Lebensverhältnisse
ist aber nur dann praktisch
durchführbar, wenn ihr eine
neue Gesinnung zu Grunde liegt."
Theo Hespers 1938

Widerstand im Westen: Die "Deutsche Jugendfront" und ihre Kontakte - Erste Umrisse

Die bisherige Kenntnis zur Gruppe um Theodor Hespers und Dr. Hans Ebeling ist sehr intensiv durch den überlebenden Hans Ebeling geprägt worden. Die in diesem Jahr von Elisabeth Blankenstein gefundenen Akten, die die Ermittlungsergebnisse gegen Dr. Walter Schuckmann, Theodor Hespers und Max Behretz enthalten, machen viele unklare Sachverhalte allmählich durchsichtiger. In einem ersten Schritt möchte ich die sich abzeichnenden Ergebnisse dieser Aktenbefunde vortragen. Sie ergeben noch kein vollständiges, aber doch ein bereits erweitertes Bild der Gruppe. Es geht also um die Kontakte und das Netz von Personen, mit denen Theodor Hespers, Dr. Hans Ebeling und Dr. Walter Schuckmann Kontakt hatten. Der zuletzt Genannte ist z.B. in der Nachkriegszeit von Dr. Hans Ebeling verschwiegen worden. Warum er ihn verschwieg, können wir bisher nur ahnen.

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Kommunistenjagd in Mönchengladbach

Die Aktivitäten Hespers' in Melick blieben in Deutschland nicht lange unentdeckt: Im Oktober 1934 gaben Polizisten aus Heerlen bei der Gestapostelle Mönchengladbach einen ganzen Packen kom­munistischer Schriften ab, die sie in der Nähe der Grenze bei Waldfeucht gefunden hatten.

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Ein Haus in Melick

Das neue Zuhause der Familie Hespers in Melick lag so nahe an der deutsch-niederländischen Grenze, dass Familienangehörige, Freunde und Bekannte aus der alten Heimat zu Besuch kommen konnten und dies auch häufig taten. Zu den Gästen gehörte eine Gruppe von etwa 20 jungen Leuten, die Hespers zum größten Teil aus der Gladbach-Rheydter Jugendbewegung kannte: Peter Kamphausen, Gottfried Zitzen, Otto Engels, Hans von Dahlen, Ernst Eggerath, Käthe Scheufeldt und Hans Brings sind die Namen, die wir aus den Gerichtsakten der Gestapo und den Erinnerungen von Hans von Dahlen heute noch kennen.

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Bisherige Erkenntnisse über den Venloer Zwischenfall

Am 9. September 1939 kurz nach 15.00 Uhr überrollt ein SS-Kommando am Grenzübergang Herongen in Venlo die deutsch-niederländische Grenze zu den neutralen Niederlanden. Ihr Ziel ist der wenige hundert Meter entfernte Parkplatz hinter dem damaligen und heutigen Café Backus. Im Durcheinander auf dem Parkplatz findet ein heftiger Schußwechsel statt. Eine Person bricht zusammen.

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