Theo-Hespers-Stiftung e.V.

"Die Erneuerung der
Lebensverhältnisse
ist aber nur dann praktisch
durchführbar, wenn ihr eine
neue Gesinnung zu Grunde liegt."
Theo Hespers 1938

Theo-Hespers-Stiftung e.V.

Einladung zu einer Gedenkstunde am 27. Januar 2018

... dem Gedenktag an alle Opfer des Nationalsozialismus

 

Wer die Geschichte nicht kennt, ist verdammt dazu, sie zu wiederholen“

(Georg Santayama, spanischer Philosoph, 1863 – 1952 )

Tag : Samstag, 27. Januar 2018
Zeit : 18:30 Uhr bis circa 19:30 Uhr
Ort : Neues Christoffel-Haus, Wilhelm-Strauß-Str. 34. 41236 Mönchengladbach-Rheydt

Hinweis:

Für Busfahrer, Fußgänger (Die Wilhelm-Strauß-Str. beginnt gegenüber der Rheydter Hauptkirche unter dem Torbogen an der Limitenstr.)

Für Autofahrer (An der hinteren, linken Ecke des Parkplatzes auf der Gracht geht rechts von der Hausnummer 27, 29 ein Fußweg zum Eingang des Christoffel-Hauses.)

 

Das diesjährige Thema lautet:

 

Wer die Geschichte nicht kennt, ist verdammt dazu, sie zu wiederholen“

(Georg Santayama, spanischer Philosoph, 1863 – 1952 )

 

Referenten:

Prof. Dr. Beate Küpper, Hochschule Niederrhein,

spricht über den aktuellen Antisemitismus und informiert über die Empfehlungen des zweiten unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus des Deutschen Bundestages, in dem sie Mitglied war.

 

Karl Boland, Politologe,

erinnert an einige historische Ereignisse der Weimarer Republik, insbesondere in den Jahren 1923 bis 1933.

 

Musikalischer Rahmen: Jürgen Löscher

 

Veranstalter:

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V

Theo-Hespers-Stiftung e.V.

beide sind Mitglieder im Verein "Gladbacher Haus der Erinnerung"

 

Fragen:

Wie ist das aktuelle Klima einzuschätzen?

Helfen Lehren aus der deutschen Geschichte, mit dieser Situation umzugehen?

Was können, was müssen Demokraten tun?

Dies sind notwendige Fragen, die gestellt werden müssen, denn:

Das Grundgesetz der zweiten deutschen Demokratie entstand unter dem Eindruck der schrecklichen Erfahrungen des Nationalsozialismus und mit der festen Überzeugung , dass aus den Fehlern der Vergangenheit Lehren gezogen werden müssen. Noch immer gilt die Weimarer Republik und ihr dramatisches Scheitern als Negativfolie für die Bundesrepublik Deutschland. Weitgehend herrscht in der historischen Forschung Einigkeit darüber, dass es der ersten deutschen Demokratie vor allem an bedingungslosem Rückhalt und dem Willen fehlte, sich wehrhaft für das politische System einzusetzen – eine mangelnde Bereitschaft zu pluralistischem Denken, kämpferischem Dialog, politischem Konsens und politischem Verantwortungsbewusstsein, die bis in der Mitte der Gesellschaft und des Parteienspektrums reichte.

Das System, in dem wir seit fast 70 Jahren friedlich leben, scheint seinen Kinderschuhen entwachsen, die demokratische Kultur in diesem Land gefestigt zu sein.

Doch zeigen sich nun Tendenzen in unserer Gesellschaft, die eine andere Sprache sprechen:

Mit der AfD ist eine rechtspopulistische Partei in den deutschen Bundestag eingezogen, deren Wertesystem jenseits der Demokratie liegt.

Menschen, die sich für demokratische Werte einsetzen, werden unter anderem in sozialen Netzwerken, durch Hasstiraden bedroht.

Das Recht auf Asyl – eines der Grundpfeiler des Grundgesetzes und wichtige Lehre, die aus der Geschichte gezogen wurde – wird immer mehr ausgehöhlt und in Frage gestellt. Das Thema Flüchtlingspolitik wird von demokratischen Parteien – auf Kosten der vor Krieg, Verfolgung und Hunger flüchtenden Menschen – in das Zentrum der politischen Diskussion gerückt, um rechte Wähler zu gewinnen.

Sogar antisemitische und fremdenfeindlich motivierte Äußerungen sind nicht länger ein Tabu.