Theo-Hespers-Stiftung e.V.

"Die Erneuerung der
Lebensverhältnisse
ist aber nur dann praktisch
durchführbar, wenn ihr eine
neue Gesinnung zu Grunde liegt."
Theo Hespers 1938

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Resolution

Bild: Mönchengladbacher gegen Extremismus

Der Mönchengladbacher Stadtrat hat 2010 eine Resolution veröffentlicht!
www.moenchengladbach.de

WEB-TIPPS

Unser Projekt

Dennis & Kim

Audio Polit-Novella "Denis und Kim"

Audio-Polit-Novela

Eine Liebesgeschichte in 12 Folgen

Kein Sex mit Nazis? Die 17-jährige Kim, seit einiger Zeit in rechtsextremen Kreisen unterwegs, und der ebenfalls 17-jährige Dennis, Gymnasiast mit gänzlicher anderer Weltanschauung, verlieben sich Hals über Kopf. Die Geschichte nimmt ihren Lauf … Eine Audio-Novela der Bundeszentrale für politische Bildung.

 

Alle Folgen zum Herunterladen

Dennis & Kim - Der Trailer | Trailer herunterladen (mp3, 1,66 MB)

Folge 1: Und Bäng! | 6 Min. 04 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 8,34 MB)
Folge 2: Falsche Seite | 4 Min. 46 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 6,55 MB)
Folge 3: Vollmacke | 5 Min. 57 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 8,18 MB)
Folge 4: Bekenntnisse | 6 Min. 01 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 8,26 MB)
Folge 5: Es knallt | 5 Min. 17 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 7,26 MB)
Folge 6: Versöhnung | 5 Min. 11 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 7,12 MB)
Folge 7: Fliegen | 5 Min. 26 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 7,48 MB)
Folge 8: Im Bett mit Nazis | 6 Min. 04 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 6,55 MB)
Folge 9: Guten Abend Frau Baumann | 4 Min. 35 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 6,30 MB)
Folge 10: Nur noch einmal | 6 Min. 53 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 9,46 MB)
Folge 11: Du bist raus! | 4 Min. 37 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 6,35 MB)
Folge 12: Komm zurück | 6 Min. 33 Sek. | Folge herunterladen (mp3, 8,99 MB)

Logo Bundeszentrale für politische Bildung

Über uns

stolperstein
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Die Theo-Hespers-Stiftung e.V. engagiert sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Neo-Faschismus, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt - gegründet 1993 - hat sich zur Aufgabe gemacht, das Leben und Wirken des Widerstandskämpfer Theo Hespers vor dem Vergessen zu bewahren, in seinem Sinne

über den immer wieder auftretenden Rechtsextremismus zu berichten, Recherchen anzustellen und sich gegen alle Demokratiefeinde zu stellen, auch gegen die im "bürgernahen Gewand"(...) mehr >>> Über uns

Bündnis „Aufstehen! Für Menschenwürde – Gegen Rechtsextremismus“ demonstrierte gegen Rechtspopulisten

„Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Freiheit und Würde. Egal woher er kommt, egal welcher Rasse, Religion oder Kultur er angehört, oder welches Geschlecht er oder sie haben. Das sind die Werte, unsere Werte und die gilt es zu leben und auch zu verteidigen. (...)

Zum Artikel auf www.mg-heute.de

Ansprache von Ferdinand Hoeren für das Bündnis "Aufstehen!":

Gedenkstunde an die Flucht nach Ägypten

Wir haben uns heute hier versammelt, um ein Zeichen zu setzen für unsere abendländischen Werte und unser Grundgesetz und damit gegen jegliche Barbarei.

Meine Ansprache steht unter dem Thema:

„Wir schaffen das“ ? !

Die momentane Situation von 1 Millionen Flüchtlingen schafft ganz natürlich viele Probleme.
Und damit komme ich zum Fragezeichen hinter meinem Thema:
Erstens wollen wir die Probleme lösen und zwar menschenwürdig ?
Zweitens können wir die Probleme lösen und zwar menschenwürdig ?
Wollen wir das schaffen ?

Für alle Christen hier unter uns, in unserer Stadt und in unserem Land haben sowohl Frau Rietdorf mit ihrere Rede und mit einem Gedicht Herr Dr. Barbers deutlich gemacht:

Wir sind verpflichtet zu versuchen, es mit allen unseren Kräften zu schaffen.

 

Für uns alle als Demokratinnen und Demokraten gilt Gleiches. Dabei setzten unser Grundgesetz und die Genfer Flüchtlingskonvention sehr enge Grenzen für das, was wir reglementieren dürfen.

Wenn ich dies voraussetze und dann dabei an die vielen Millionen freiwilligen Helferinnen und Helfer und die zahlreichen Hilfsorganisationen in unserem Lande denke, die Bewunderungswürdiges leisten,

jedoch auch an die vielen Kommunal- und Polizeibeamten, die weit mehr als ihre Pflicht tun, dann sage ich:

Wir wollen das schaffen !

Aber können wir das auch schaffen ?

Vorab möchte ich nochmals daran erinnern, dass wir – die Bundesrepublik – jährlich rund 500 000 Zuwanderer benötigen, um die Überalterung unserer Gesellschaft aufzufangen und damit unsere Sozialsysteme zu erhalten.

Diese Zahl haben wir in den letzten vorangegangenen Jahren eklatant unterschritten. Wir haben also Nachholbedarf und momentan rund 600 000 offene Arbeitsstellen.

Dazu

Monitor (WDR), Das Erste, 05.11.2015

Unter: "Deutschland überfordert? Was kostet die Intergration?

Dauer: 23 Minuten

Kurzfassung

Deutschland überfordert? Was kostet die Integration?

Rekord-Überschüsse, Rekord-Arbeitsplätze, Rekord-Rentenerhöhung. Trotzdem glauben mehr und mehr Menschen, dass Deutschland durch die Zuwanderung von Flüchtlingen auch finanziell überfordert ist. Und während die Politik über Abschottung und Obergrenzen diskutiert, wird das Thema Integration – mal wieder – auf die lange Bank geschoben. Was aber kostet die Integration von Millionen Flüchtlingen tatsächlich? Was müsste in Bildung, Arbeit, Wohnungen investiert werden? Und würde uns das tatsächlich überfordern? MONITOR-Reporter waren in ganz Deutschland unterwegs – und präsentieren die Rechnung.

Wohnraum
(Statt Massenunterkunft bezahlbarer zentraler Wohnraum)
Beispiel „Schwäbisch Gemünd“
1 Millionen Flüchtlinge benötigen 400 000 Wohnungen. Deren Bau kostet 9,7 Milliarden € - verteilt auf drei Jahre sind dies 3,2 Milliarden €.
Schulbildung
Beispiel „Hauptschule Gelsenkirchen“
Von 1 Millionen Flüchtlingen sind 174 000 schulpflichtige Kinder und Jugendliche. Ein Schulplatz kostet jährlich 7 900 €. Dies sind jährliche Gesamtkosten von 1,4 Milliarden €.
Nicht- mehr-Schulpflichtige 18-24jährige
Beispiel „Franz-Jürgens-Berufskolleg Düsseldorf“
Von 1 Millionen Flüchtlingen haben 222 000 ein Alter zwischen 18 und 24 Jahren ohne Abschluss. Ein Platz an einem Berufskolleg kostet jährlich 7 000 €. Dies sind jährliche Gesamtkosten von 1,6 Milliarden €.
Die Zwischensumme beträgt 6,2 Milliarden €.
Arbeitsmarkt
(600 000 freie Stellen)
Beispiel „Berlin und München“
Von 1 Millionen Flüchtlingen bleiben 130 000 arbeitslos. Deren Alimentierung kostet 1,3 Milliarden €.
Die Gesamtkosten betragen 7,5 Milliarden €.
Schussbemerkung
Die Bundesregierung schätzt die jährlichen Gesamtkosten zwischen 10-20 Milliarden €.
Der momentane Haushaltsüberschuss beträgt 23 Milliarden €.
Wir können das schaffen !
Wenn wir es jedoch schaffen wollen und schaffen können, dann sollten wir trotz aller Probleme, Schwierigkeiten und Irritationen weder in Angst verfallen – Angst ist ein schlechter Ratgeber – noch vorab die Schere im Kopf ansetzen – denn sie behindert die Kreativität – sondern optimistisch an die menschenwürdige Lösung der Probleme gehen mit der Überzeugung:
Wir schaffen das !
 

Gedenkstunde „Flucht nach Ägypten“

Die heutige Veranstaltung steht unter der Überschrift „Flucht nach Ägypten“. Das Mönchengladbacher Bündnis „Aufstehen! Für Menschenwürde – gegen Rechtsextremismus“ hat damit durchaus bewusst ein religiöses Thema gewählt, ein Thema, das in die jetzt ausklingende Weihnachtszeit passt. Ich bin keine Theologin, aber ich habe mich gern der Herausforderung gestellt, mich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Zuerst möchte ich die Geschichte nacherzählen, um die es geht: Der Evangelist Matthäus berichtet, dass die Weisen aus dem Morgenland den neugeborenen König der Juden suchen. Sie kommen nach Jerusalem, fragen den König Herodes und die Schriftgelehrten und ziehen auf deren Rat hin nach Bethlehem, wo der Messias geboren werden soll und wo sie das Kind finden. Herodes hat durch die Weisen von der Geburt Jesu erfahren und fürchtet um seine Macht – schließlich soll da ein König geboren worden sein. Er will das Kind töten lassen. Aber, so schreibt Matthäus, der Engel des Herrn erscheint Josef im Traum und Josef flieht mit Maria und dem Kind nach Ägypten. Dort sind sie in Sicherheit, während Herodes, ganz Machtmensch und Gewaltherrscher, in Bethlehem ein fürchterliches Massaker anrichten und alle Kinder, die jünger als zwei Jahre sind, töten lässt. Die Heilige Familie bleibt in Ägypten, bis Herodes gestorben ist, erst dann kehren sie zurück.

Die Geschichte von der Flucht nach Ägypten reiht sich ein in zahlreiche Fluchtgeschichten, von denen die Bibel berichtet. So ziehen die Kinder Israel nach Ägypten, als in ihrer Heimat eine Hungersnot herrscht. Später fliehen sie aus dem Land, weil sie dort als Sklaven leben müssen und diese Flucht wird zum identitätsstiftenden Ereignis schlechthin, denn sie erfahren, dass Gott selbst sie führt. Auch Josef wird beauftragt zu fliehen und sich und seine Familie vor dem mörderischen Machtanspruch des Herodes in Sicherheit zu bringen. Und mit Jesus ist Gott selbst auf der Flucht.

Die Flucht selbst ist also immer wieder ein Mittel des Überlebens. Jesus ist ein Flüchtlingskind, wie es in einem Gedicht, das wir gleich noch hören werden, formuliert ist. Aber er hat die Flucht überlebt, er hat Sicherheit gefunden in einem Land, das ihn und seine Familie – anscheinend ohne zu fragen, jedenfalls wird nichts von Grenzkontrollen oder Asylanträgen berichtet – aufnahm. Im Gegensatz dazu steht uns allen sicher noch das Bild des kleinen Jungen vor Augen, der tot an einen griechischen Strand gespült wurde und stellvertretend für viele steht, die die Flucht nicht überlebt haben. Auch heute wie vor 2000 Jahren fliehen Menschen, weil sie ihre Familien und sich selbst vor Mord, Terror und Hunger schützen wollen.

Die Aufnahme von Flüchtlingen ist aus christlicher Sicht eine grundlegende menschliche Aufgabe, weil mit den Flüchtlingen Gott selbst an unsere Tür klopfen kann. Nein, nicht nur kann, sondern es tatsächlich tut, wenn wir das Evangelium ernst nehmen. In dem Abschnitt über das Weltgericht sagt Jesus: „Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet.“ Und als die Angesprochenen fragen, wann sie das denn getan hätten, antwortet er: „Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.“ Deutlicher kann man es eigentlich nicht sagen.

Die Hilfe für Schwache und Schutzbedürftige gehört zu den Werten, auf denen unsere Gesellschaft im besten Sinne ruht. Ebenso wie auf der Überzeugung, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben, Freiheit und Würde hat. Egal woher er kommt, welcher Rasse, Kultur, Religion oder welchem Geschlecht er oder sie angehört.

Das sind unsere Werte und die gilt es zu leben und auch zu verteidigen, wenn nötig. Gegen die, die die unerträglichen Vorfälle in der Silvesternacht zur Hetze missbrauchen. Und gegen die, die in dieser Nacht die Werte des Landes, in dem sie leben, mit Füßen getreten haben, egal welchen Aufenthaltsstatus sie haben oder woher sie kommen. Das kann und darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Dass es dazu gekommen ist, ist furchtbar, in diesem Ausmaß sicher auch überraschend. Was aber nicht überrascht, ist die Tatsache, dass sich unter den Flüchtlingen gute und schlechte Menschen finden, friedfertige und gewaltbereite, genau wie unter allen anderen Menschen auch. Und weil das nicht überraschend ist, können und dürfen diese Vorfälle nichts ändern an der grundsätzlichen Bereitschaft, Menschen auf der Flucht aufzunehmen. In einer Erklärung der EKD vom September zur Flüchtlingssituation heißt es: „Der Mensch steht im Mittelpunkt aller Bemühungen. Viele Menschen sind weltweit auf der Flucht. Die große Herausforderung besteht darin, jedem Einzelnen gerecht zu werden.“ Dem ist nichts hinzufügen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 
GEDICHT vorgetragen von Dr. Meinulf Barbers
 

Zu Weihnachten 2015

Das Flüchtlingskind

Friedrich Schwandt

In einer Notunterkunft kam er zur Welt.
Alle Quartiere waren vergeben.
Und als Herodes ihm nachgestellt,
retteten sie durch Flucht sein Leben.
Ob wir reich oder glücklich sind -
Jesus war ein Flüchtlingskind.
 
Heimatlos zog er durch das Land,
suchte Verlorene, heilte Kranke.
Er blieb als Messias meist unerkannt.
Von zehn Geheilten sagte einer nur „danke“.
Damit wir barmherzig sind -
Jesus war ein Flüchtlingskind.
 
Und zuletzt ist er nicht gefloh'n,
wurde gefangen, gefoltert, getötet.
Ostern befreite Gott seinen Sohn,
Er brach aus dem Grab, als der Morgen sich rötet.
Ob wir arm und einsam sind -
Jesus war ein Flüchtlingskind.
 
Wir feiern nun die Weihnachstage,
satt, zufrieden, mit Kerzen und Kuchen,
und bei gesunder Wirtschaftslage
werden wir auch die Kirche besuchen.
Und während wir das Christkind loben
wird der Flüchtling abgeschoben.
 
Weihnachtsfrieden und Vorweihnachtshetze
Weihnachtslieder und Bombenkrachen
unsere Welt voller Gegensätze.
Wer kann uns heute den Frieden machen?
Draußen Kälte, Regen und Wind -   
Jesus kommt als Flüchtlingskind.

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